Die Winterreise

Winterreise Ayleén Bárbara Gerull„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus.“ mit diesen Worten beginnt die „Winterreise“ einer der bekanntesten deutschen Liederzyklen der Romantik. Franz Schubert gelang mit dieser Vertonung der Gedichte von Wilhelm Müller, eine Darstellung menschlichen Schmerzes und dem Gefühl der Fremdheit, der Isolation im eigenen Lande. Der Hörer wird immer mehr zum Begleiter des jungen Wanderergesellen, welcher aus dem Erlebnis enttäuschter Liebe heraus, in die Winternacht hinaus zieht und sich immer mehr von der menschlichen Gesellschaft abkapselt. Er durchwandert den deutschen Winter ohne Ziel und ohne Hoffnung in vierundzwanzig Liedern. Das Ende der Winterreise lässt viele Interpretationsmöglichkeiten zu. Einige sehen im Bild des „Leiermannes“ den Tod durch Erfrieren, die Flucht in die Kunst, die Obdachlosigkeit fernab der Gesellschaft, wieder andere den Wanderer selbst am Ende seiner Reise als alter Mann. Zu bemerken ist, das der Zyklus mit einer Frage an den Leiermann, was auch immer er für den einzelnen Hörer symbolisieren mag, endet: „Willst zu meinen Liedern deine Leier drehn?“ Es gibt keine Antwort darauf, keine Entscheidung innerhalb des Werkes.

Winterreise

Gute Nacht
Die Wetterfahne
Gefrorne Tränen
Erstarrung
Der Lindenbaum
Wasserflut
Auf dem Flusse
Rückblick
Irrlicht
10 Rast
11 Frühlingstraum
12 Einsamkeit
13 Die Post
14 Der greise Kopf
15 Die Krähe
16 Letzte Hoffnung
17 Im Dorfe
18 Der stürmische Morgen
19 Täuschung
20 Der Wegweiser
21 Das Wirtshaus
22 Mut
23 Die Nebensonnen
24 Der Leiermann 

 

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